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dpa
Smartphone-Hersteller Palm bleibt tiefrot
Freitag 27. Juni 2008, 10:31 Uhr

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Sunnyvale (dpa) - Der Smartphone- und Taschencomputer-Hersteller Palm steckt weiter tief in den roten Zahlen. Der US-Konzern verzeichnete in seinem vierten Geschäftsquartal einen Verlust von 43 Millionen Dollar (28 Mio Euro).

Ein Jahr zuvor hatte Palm (NASDAQ: PALM - Nachrichten) noch einen Quartalsgewinn von 15 Millionen Dollar erzielt. Der Umsatz brach trotz des Verkaufserfolgs beim Einstiegsmodell Centro erneut um mehr als ein Viertel auf 296 Millionen Dollar ein.

Palm-Chef Ed Colligan zeigte sich dennoch von seinem Sanierungskurs
überzeugt: «Wir werden die Kurve kriegen und zu Wachstum bei Umsatz und Margen zurückkehren», bekräftigte er in einer Mitteilung am Donnerstagabend nach US-Börsenschluss. Palm kämpft mit den Folgen früherer Fehler wie verspäteten Marktstarts und einer veralteten Produktpalette, aber auch mit scharfer Konkurrenz durch den kanadischen BlackBerry-Hersteller RIM und Apples iPhone-Handy. Colligan senkt massiv Kosten und schrumpft den Konzern aufs Kerngeschäft zusammen.

Der Verlust je Aktie lag im Ende Mai abgelaufenen vierten Geschäftsquartal bei 0,40 Dollar je Aktie nach einem Gewinn von 0,15 Dollar ein Jahr zuvor. Im gesamten Geschäftsjahr 2008 addierten sich die Verluste damit auf 111 Millionen Dollar. Mit den Zahlen verfehlte Palm die Erwartungen der Experten. Die Aktie kam nachbörslich weiter unter Druck, nachdem sie im Tagesverlauf schon mehr als vier Prozent verloren hatte.

Wettbewerber RIM (Research In Motion) konnte Gewinn und Umsatz zuletzt mehr als verdoppeln. RIM baute seinen Marktanteil bei smartphones - einer Kombination aus Handy und Taschencomputer - auch auf Kosten von Palm nochmals aus. Der Geschäftsausblick von RIM hatte die Anleger allerdings enttäuscht. Apple (NASDAQ: AAPL - Nachrichten) bringt im Juli die zweite iPhone-Generation auf den Markt. Palm holte sich zuletzt für seinen neuen Kurs eine Reihe früherer Apple-Mitarbeiter an Bord.

Palm mit Sitz in Sunnyvale (Kalifornien) verkaufte im vergangenen Quartal insgesamt 968 000 Geräte - ein Plus von 29 Prozent und neuer Rekord. Dazu trug vor allem der vergleichsweise günstige Centro bei. Der Erfolg konnte aber die Einbußen etwa beim in die Jahre gekommenen Topmodell Treo nicht wettmachen. Für die nächsten Monaten kündigte Colligan eine neue Generation des Flaggschiffs an.

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