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Rohstoffwette: EMEA-ETF von db x-trackers von -ff-
Mittwoch 25. Juni 2008, 10:39 Uhr

Rohstoffwette: EMEA-ETF von db x-trackers
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Wer in die EMEA-Region investiert, steckt sein Geld in Unternehmen aus Osteuropa, dem Nahen Osten und Afrika. Asien und Lateinamerika bleiben außen vor. Möglich ist dies mit dem EMEA-ETF von db x-trackers.

Rohstoffarme Schwellenländer derzeit unter Druck

Wer in den vergangenen Jahren breit gestreut auf Schwellenländer setzte, wurde nicht enttäuscht. Bis auf nur wenige Ausnahmen schnitten die Emerging Markets deutlich besser ab als die etablierten Börsen.

2008 sind jedoch die rohstoffhungrigen Länder China und Indien erheblich unter Druck. Auch in Malaysia, Indonesien oder auf
den Philippinen zeigen die Leitindizes nach unten.

Der rasante Preisanstieg bei Öl und Lebensmittel gefährdet den Aufschwung. Nur wegen Asiens Schwäche müssen sich Anleger jedoch nicht komplett aus Schwellenländerprodukten zurückziehen. Es gibt interessante und kostengünstige Alternativen.

EMEA-ETF setzt auf rohstoffreiche Länder wie Russland und Südafrika

Der db x-trackers MSCI EM EMEA (Europe, Middle East, Africa) Index ETF investiert rund 70 Prozent seiner Mittel in rohstoffreiche Länder wie Russland und Südafrika. Dazu werden Aktien aus den osteuropäischen Ländern, der Türkei, Israel und Ägypten beigemischt. Insgesamt besteht das Portfolio aus rund 170 Titeln.

Einzelwert: Gazprom aus Russland

Zu den Top-Ten-Werten zählt unter anderem Gazprom. Der russische Konzern, beziehungsweise sein Chef Alexei Miller, erschreckte jüngst Verbraucher und Politiker in Europa und den USA. Zum einen prognostizierte Miller einen Anstieg des Ölpreisesauf 250 Dollar pro Barrel schon in "naher Zukunft".

Zum anderen weckte Gazprom durch die Eröffnung einer Niederlassung in Algerien im Westen die Sorge vor einem Gaskartell nach dem Vorbild der Opec unter russischer Führung. Gazprom-Anleger sahen die Entwicklung dagegen positiv.

Einzelwert: Sasol aus Südafrika

Beide Nachrichten sorgten in der vergangenen Woche für ein kräftiges Kursplus. Auch Sasol ist im Portfolio des EMEA ETF hoch gewichtet. Das südafrikanische Unternehmen entwickelt Technologien, die Kohle in flüssigen Treibstoff verwandeln.

Derzeit deckt Sasol circa 30 Prozent des Energiebedarfs Südafrikas ab. In den kommenden Jahren will Sasol nicht nur das Kap völlig unabhängig von Ölimporten machen, sondern auch kräftig im Ausland, insbesonders im Reich der Mitte, expandieren.

Einzelwert: Orascom Telecom aus Ägypten

Ein starke Zukunft wird ebenso Orascom Telecom bescheinigt. Das ägyptische Unternehmen ist bereits der führende Telekommunikationsanbieter im Nahen Osten und in mehreren Ländern Afrikas. Nun will Orascom seine Präsenz auch in Asien erhöhen.

Schwierige Bedingungen stören dabei nicht. So testete Orascom vor kurzem erstmals ein Mobilfunknetz im kommunistisch regierten Nordkorea. Bis zum Ende des Jahres soll der Service vollständig im Land angeboten werden. Orascoms Expansionsdrang gefällt Goldman Sachs. Die Investmentbank stufte vergangene Woche die Aktie von Neutral auf Kaufen hoch.

Fazit: Der db-x-trackers-ETF auf die EMEA-Region enthält rund 170 Unternehmen aus zehn Schwellenländern. Russland und Südafrika sind jeweils hoch gewichtet.



ETF im Überblick:

ETF: db x-trackers MSCI EM EMEA Index ETF
Anlagefokus: Aktien EMEA (Europe, Middle East, Africa)

Fondsgesellschaft: db x-trackers
Index: MSCI EM EMEA

ISIN: LU0292109005
WKN: DBX1EA

Auflage: 19.6.2007
Erstnotiz: 4.7.2007
Volumen: 74,3 Mio. USD

Ausgabeaufschlag: 0 %
Jährliche Gebühr: 0,65 %

EMEA-Fonds: Performance seit 1.1.2008 (in %)
1. Fidelity EMEA A Acc. EUR (WKN A0MWZJ): -4.1
2. JPM Emerg.Eur,MidEast,Africa (WKN 986951): -9.8
3. MSt. Emerging Europe A (WKN 579806): -9.9
4. db x-trackers MSCI EM EMEA ETF (WKN DBX1EA): -10.3
5. SSgA Emerging Middle East a. Africa Ind. (WKN 213837): -19.5

Länder (in %)
1. Russland: 43
2. Südafrika: 26
3. Israel: 9
4. Polen: 6
5. Türkei: 5

Sektoren (in %)
1. Energie: 32
2. Finanz: 19
3. Rohstoffe: 17
4. Telekom: 13
5. Gesundheit: 5

Einzelwerte (in %)
1. Gazprom: 15,9
2. Lukoil: 5,7
3. Teva Pharmaceutical: 3,8
4. Sberbank: 3,4
5. MTN Group: 3,3

Quelle: €uro am Sonntag. Quelle Bild: Lukoil. Quelle Fondsdaten: FINANZEN FundAnalyzer, Performance auf Euro-Basis, Stand: 24.06.2008.

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