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Potsdam (ddp-lbg) Die rechtsextreme NPD wird nun doch zur
Landtagswahl in Brandenburg antreten. Das berichten übereinstimmend
das RBB-Nachrichtenmagazin «Brandenburg aktuell» und der
«Tagesspiegel» (Sonntagausgabe). Danach hat der NPD-Vorstand in
Berlin einstimmig beschlossen, am 27. September mit eigenen
Kandidaten in Brandenburg anzutreten. Parteisprecher Klaus Beier
sagte «Brandenburg aktuell», man wolle der DVU anbieten, dass sie auf
der Liste der NPD auch ihre Kandidaten aufstellen könne.
Mit der Entscheidung, bei der Landtagswahl in Brandenburg
anzutreten, hebt die NPD ihren «Deutschlandpakt» auf, den sie 2005
mit der
DVU geschlossen hatte Darin hatten beide vereinbart, bis
Ende 2009 nicht bei Landtags-, Bundestags- und Europawahlen
gegeneinander anzutreten. Die rechtsextreme DVU ist zurzeit mit sechs
Abgeordneten im brandenburgischen Landtag vertreten.
Mit der Entscheidung des Bundesvorstands der NPD habe die
Vereinbarung «kein Leben mehr», sagte Brandenburgs
Verfassungsschutzchefin Winfriede Schreiber dem «Tagesspiegel» Das
Angebot der Listenplätze für die DVU sei «nicht mehr als ein
Good-will-Zeichen, das nicht ernst gemeint ist». Die NPD demonstriere
mit dem Beschluss, «dass sie ihren Führungsanspruch im
rechtsextremistischen Spektrum durchsetzen will». Es sei ein Versuch
der durch Finanznöte und inneren Streit angeschlagenen Partei, Stärke
zu demonstrieren. Die DVU hingegen verliere weiter an Bedeutung.
(ddp)
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