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Berlin (ddp) Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
befürchtet eine Pleitewelle von Existenzgründern im Herbst dieses
Jahres «Viele Gründungswillige treibt in der Krise nicht
Pioniergeist an, sondern die Furcht vor Arbeitslosigkeit Und viele
gehen übereilt an den Start, sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich
Driftmann der Zeitung «Bild am Sonntag Nach der Gründerwelle drohe
daher ab Herbst die nächste Pleitewelle Vier von zehn arbeitslosen
Gründern hätten keine klare Geschäftsidee 60 Prozent könnten nicht
erklären, warum man ausgerechnet ihr Produkt kaufen
sollte, sagte
Driftmann «So lassen sich Kunden nicht überzeugen, geschweige denn
Kapitalgeber.
Laut DIHK-Gründungsreport führten die Industrie- und
Handelskammern im vergangenen Jahr mehr als 320 000 Gespräche zur
Existenzgründung Besonders seit letztem Herbst nimmt die Nachfrage
nach Angaben Driftmanns deutlich zu Um Pleiten von
Unternehmensgründern in Zukunft zu verhindern fordert der
IHK-Präsident ein Pflichtfach «Wirtschaft an Schulen und
Universitäten "Nur so schaffen wir in Deutschland eine Kultur der
Selbstständigkeit« Bei der unternehmerischen Bildung sei Deutschland
ein Entwicklungsland
ddp/mar
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