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Presse/Fiskus verschont Rentner - Verzicht auf Rückforderung bei Bagatellen
Sonntag 28. Juni 2009, 15:52 Uhr

 

BERLIN (dpa-AFX) - Viele Rentner, die eigentlich Steuern für ihre Renten nachzahlen müssten, sollen nach einem Pressebericht von dieser Pflicht verschont werden. Nach Informationen des "Tagesspiegels" (Montag) plant die Finanzverwaltung, im Rahmen des für Oktober vorgesehenen Datenabgleichs zwischen Rentenversicherung und Steuerbehörden bei sogenannten Bagatellfällen auf Rückforderungen zu verzichten. Noch sei unklar, wo die Grenze liegen soll. Der Vorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft, Dieter Ondracek, hält "200 oder 300 Euro im Jahr" für denkbar. "Vielleicht kommen aber auch nur 100 Euro Jahressteuer heraus", sagte er dem Blatt. Die
Steuernachzahlungen betreffen den Zeitraum von 2005 bis 2008.

Seit 2005 müssen Rentner mindestens 50 Prozent ihrer Altersgelder versteuern. Von den rund 20 Millionen Rentnern muss nach Einschätzung von Experten aber nur gut ein Viertel eine Steuererklärung abgeben. Bislang gab es für sie eine Art Schonfrist. Diese endet kurz nach der Bundestagswahl. Dann werden die Rentenbezüge auch den Finanzbehörden mitgeteilt. Nach den geltenden Bestimmungen sind durchschnittliche Renten steuerfrei: Wer 2006 in Ruhestand ging, muss nur dann an den Fiskus zahlen, wenn die monatlichen Einkünfte über 1575 Euro liegen. Bei Neurentnern des Jahres 2008 liegt die Steuerfreigrenze bei 1.400 Euro. Für Verheiratete gelten doppelte Beträge./ol/vs/DP/nl

 

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