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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die schlott gruppe-Aktie (ISIN DE0005046304/ WKN 504630) weiterhin mit "halten" ein. Ein erwartungsgemäß konstant hoher Preisdruck sowie Restrukturierungsmaßnahmen hätten sich im Berichtszeitraum belastend auf die Ergebnisse der Gesellschaft ausgewirkt. Das Zahlenwerk zum Halbjahr 2007/08 stelle sich wie folgt dar: Umsatz: 239,1 Mio. EUR (Vorjahr: 244,9 Mio. EUR), Wertschöpfungsumsatz:
122,1 Mio. EUR (Vorjahr: 130, Mio. EUR), EBIT: -2,8 Mio. EUR (Vorjahr: 12,4 Mio. EUR), Konzernergebnis: -4,5 Mio. EUR (Vorjahr: 11,2 Mio. EUR) und Free-Cashflow: 3,5 Mio. EUR (Vorjahr: -30,3 Mio. EUR) (vor Dividende).Während die verarbeitete Tonnage zum Halbjahr lediglich um 1% rückläufig gewesen sei, habe sich der Wertschöpfungsumsatz um 6,1% reduziert, was den in der Branche vorherrschenden Preisdruck verdeutliche. Um die Profitabilität des Konzerns auf lange Sicht hin zu gewährleisten, wurden und werden auch noch - wie angekündigt - Restrukturierungsmaßnahmen vorgenommen, die den Konzern in diesem Jahr in die roten Zahlen rutschen lassen, so die Analysten vom Bankhaus Lampe. Das operative Geschäft vor diesen Restrukturierungsaufwendungen werde sich aber voraussichtlich ausgeglichen darstellen. Zum Halbjahr habe die Gesellschaft Aufwendungen aus dem Kostensenkungsprogramm von 6,3 Mio. EUR aufgewiesen. Insgesamt werden hier für das laufende Geschäftsjahr 15 Mio. EUR erwartet, die größtenteils im Zusammenhang mit der nachhaltigen Reduzierung der Personalkosten anfallen würden. Diese seien zum Halbjahr um 4,8% zurückgegangen, würden aber noch weiter reduziert werden, da noch nicht an allen Standorten die Verhandlungen abgeschlossen seien bzw. Kündigungsfristen noch nicht abgelaufen seien. Das EBT werde demnach aller Voraussicht nach ein Niveau von ca. -15 Mio. EUR erreichen. Entlastend würden sich unter dem Strich Steuererträge auswirken. Die zuletzt schon als perfekt verkündete Übernahme des Europageschäftes der insolventen Quebecor World durch die niederländische RSDB sei an den Aktionären von RSDB vorerst gescheitert. Hieraus hätte sich im Tiefdruck eine Entspannung einstellen können, da die massiven Überkapazitäten mit dieser Transaktion teilweise abgebaut worden wären. Für den RSDB-Chef John Caris sei eine komplette Übernahme von Quebecor Europe allerdings noch nicht vom Tisch. Eine Möglichkeit wäre zudem noch der einzelne Zusammenkauf der europäischen Standorte. Auf längere Sicht halte er sogar einen Zusammenschluss von RSDB, Quebecor Europe und der britischen Polestar Group für möglich. Die schlott gruppe, die die Konsolidierung in den letzten Jahren maßgeblich mitbestimmt habe, möchte auch weiterhin anorganisch wachsen. Zwar hätten den Konzern zum Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 175 Mio. EUR Nettofinanzverbindlichkeiten bei einer Bilanzsumme von 480 Mio. EUR belastet, dennoch sehe sich der Konzern in der Lage, kleinere und mittlere Druckereien zu übernehmen. Hier böte die "Filetierung" von Quebecor Europe nach Erachten der Analysten gute Möglichkeiten. Die schlott gruppe zeige sich leicht optimistisch in Bezug auf einen abnehmenden Preisdruck in der Branche. Angabegemäß sei zu beobachten, dass durch Schließung ganzer Standorte bzw. der Stilllegung einzelner Maschinen Kapazitäten aus dem Markt genommen würden. Dennoch könne letztendlich nicht abschließend festgehalten werden, dass die Talsohle erreicht sei. Insgesamt bleibe festzuhalten, dass sich schlott mit den Anpassungsmaßnahmen vollkommen im Rahmen der Planungen bewege. Für das laufende Geschäftsjahr hätten die Analysten lediglich hinsichtlich der Steuerposition Anpassungen vorgenommen und würden mit einem Ertrag von ca. 4,5 Mio. EUR rechnen. Aufgrund der unveränderten Situation in der Branche ohne positive Neuigkeiten hinsichtlich der Konsolidierung sei das Sentiment in der Aktie unverändert getrübt. Positiv sei allerdings weiterhin die attraktive Dividendenrendite sowie der positive Free-Cashflow von ca. 3,5 Mio. EUR zu bewerten. Auch in der Zukunft sollte sich der Free-Cashflow vor möglichen Akquisitionen auf einem soliden Niveau bewegen, da der Konzern über einen recht modernen Maschinenpark verfüge, sodass kostspielige Anschaffungen bzw. Umrüstungen erst einmal nicht erfolgen sollten. Vor diesem Hintergrund hat die "halten"-Anlageempfehlung der Analysten vom Bankhaus Lampe für die schlott gruppe-Aktie weiterhin Bestand. Das Kursziel werde von 18,50 auf 16,50 EUR reduziert. (Analyse vom 28.05.2008) (28.05.2008/ac/a/nw) Analyse-Datum: 28.05.2008
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| Daten |
| Name |
schlott gruppe AG |
| WKN |
504630 |
| Branchen |
Printmedien / Verlage sonstige Medien Werbung / PR / Marketing |
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