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Fonds von der Quelle von -ff-
Freitag 29. Mai 2009, 13:33 Uhr

 


Fonds von der Quelle
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Der neue ETF-Anbieter Source will den europaeischen Markt erobern.Einen knappen und doch malerischen Namen hat sich das Konsortium aus Morgan Stanley, Goldman Sachs und der Bank of America Merrill Lynch fuer ihr Baby ausgedacht: Source, auf deutsch Quelle, heißt die neue Gesellschaft fuer boersengehandelte Indexfonds. Wenn der Name Programm sein soll, muss die Frage erlaubt sein, welche Art von Quelle der neue Anbieter sein will: Sollen die Ertraege fuer Anleger sprudeln? Sollen Ideen und Innovationen hervorstroemen? Oder will Source den Markt mit seinen Produkten ueberschwemmen?

100 Produkte sollen auf den Markt

Klar ist: Source blaest zum Angriff auf die etablierten Marktteilnehmer in Europa. Hoehere Anlegerertraege, die bei ETFs zwangslaeufig nur dadurch zu erreichen sind, dass die Gebuehren geringer sind als bei der Konkurrenz, kann und will Ted Hood, der Vorstandsvorsitzende von Source, nicht versprechen. "Unsere Verwaltungsgebuehren werden wettbewerbsfaehig sein, aber nicht unbedingt niedriger als die Gebuehren vergleichbarer ETFs", schraenkt er ein. Schon eher will Source den Markt mit ETFs und ETCs ueberschwemmen. "Am Jahresende sollen in Europa 70 bis 100 Produkte verfuegbar sein", sagt Hood. Entsprechend ambitioniert sind die langfristigen Ziele: "Wir wollen in Europa die Nummer zwei werden", sagt der Vorstandsvorsitzende. Das bedeutet, dass er nach aktuellem Stand mehr von mehr als 23 Milliarden Euro einsammeln muesste. Denn diesen Betrag hat Lyxor, die derzeitige Nummer zwei in Europa, unter den Fittichen. Die Nummer eins ist iShares mit 39 Milliarden Euro unter Verwaltung. Um dieses Ziel zu erreichen, will Source fuer institutionelle Investoren, insbesondere fuer Hedgefonds, eine attraktive Handelsplattform anbieten. "Um sich bei diesen Marktteilnehmern zu etablieren, sind vor allem zwei Dinge noetig: eine hohe Liquiditaet und geringe Spreads", erklaert Hood. Source verzichtet daher auf eine Aufspaltung ihres Produktangebots auf mehrere Boersen und bietet zum Beispiel in Deutschland die ETFs nur auf Xetra an. So soll gewaehrleistet werden, dass der Handel sehr fluessig verlaeuft und die Geld/Brief-Spannen gering ausfallen.

Drei Großbanken als Swappartner

Die Source-ETFs bilden die zugrunde liegenden Indizes mit Hilfe von Swaps ab. Sie vereinbaren also mit einem Vertragspartner, dass dieser die jeweilige Index-Performance gegen Gebuehr bereitstellt. Die Besonderheit der Source-Produkte: Mit den drei Großbanken, die den neuen ETF-Anbieter aus der Taufe gehoben haben, stehen gleich drei Swap-Partner zur Verfuegung. "Sollte tatsaechlich ein Partner ausfallen, steht sofort ein anderer parat", sagt der Vorstandsvorsitzende. "Das Gegenparteirisiko ist damit deutlich reduziert." Im uebrigen soll bei drei Swap-Partnern nicht Schluss sein. "Am Jahresende werden wahrscheinlich fuenf Institute im Hintergrund von Source zusammenarbeiten und auf lange Sicht sollen es sieben bis zehn Teilnehmer sein", sagt Hood.

Fazit:
Source besitzt die notwendigen Kapazitaeten, um im ETF-Markt kraeftig mitzumischen. Das Geschaeft mit Privatanlegern steht allerdings nicht im Vorderpunkt. Ob der Plan, die Source-ETFs vor allem als Trading-Vehikel fuer Hedgefonds zu etablieren, aufgehen wird, ist offen.

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