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AFP Quelle ging mit leeren Konten in die Insolvenz
von AFP
Samstag 27. Juni 2009, 14:16 Uhr
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Das Versandhaus Quelle ist mit leeren Konten in die Insolvenz gegangen. Allerdings sei nichts Ungewöhnliches daran, dass die flüssigen Mittel am Tag vor dem Insolvenzantrag an den Mutterkonzern Arcandor überwiesen wurden, sagten Sprecher des Insolvenzverwalters und von Arcandor (Xetra: 627500 - Nachrichten) auf Anfrage. Für die Warenhaus-Filialen der Arcandor-Tochter Karstadt gebe es bereits 15 potenzielle Investoren, berichtete die "Welt am Sonntag".
Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, wenige Stunden
vor der Insolvenz am 9. Juni seien alle Quelle-Konten leer geräumt worden. Arcandor-Sprecher Gerd Koslowski sagte dazu, dies sei ein normales Verfahren, wie es in allen Konzernen mit so genanntem "Cash-Pooling" üblich sei. Die Überweisung sei ein "automatisierter Rhythmus, der täglich erfolgt". Die schwierige Lage von Quelle sei nicht darauf zurückzuführen, sondern auf die Kündigung der Geldversorgung durch die Valovis-Bank.
Auch ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg sagte, es sei "zu heftig", von einem Abräumen der Konten zu sprechen. "Das hat überhaupt nichts mit der Insolvenz zu tun", erklärte er. "Der Verwalter muss sich jetzt mit der Situation so wie sie ist auseinandersetzen." Er rechne am Montag mit einer Entscheidung der Bundesregierung über den erhofften Notkredit für das Versandhaus. Arcandor ist nach den Worten Koslowskis "nach wie vor zuversichtlich, dass es am Ende doch zu einer positiven Entscheidung kommt."
Bei Karstadt sind laut "WamS" einige potenzielle Investoren lediglich an einem Haus interessiert, andere an mehreren Häusern. Hauptinteressent bleibe mit der Metro (Xetra: 725750 - Nachrichten) die Muttergesellschaft von Karstadt-Konkurrent Kaufhof, die 60 der insgesamt 91 Filialen übernehmen und mit seiner Konzerntochter verschmelzen wolle, berichtete die Zeitung aus Unternehmenskreisen.
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