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AFP
"Welt": Bei Quelle bricht Zahl der Bestellungen ein von AFP
Montag 29. Juni 2009, 22:28 Uhr

 

Das politische Hickhack um die Rettung des insolventen Versandhändlers Quelle kostet das Unternehmen nach eigenen Angaben erheblich Umsatz. "Anfangs gab es durch die Insolvenz keine Auswirkungen auf das Bestellverhalten. Nach den vielen Schlagzeilen der vergangenen Tage geht das Volumen nun aber deutlich zurück", sagte ein Quelle-Sprecher der "Welt". Gerade das Versand- und Online-Geschäft lebe von Vertrauen. Aktuell aber schüre die Politik bei den Kunden große Unsicherheit, sagte der Sprecher.

Quelle wartet auf einen Massekredit in Höhe von 50 Millionen Euro; am Montagabend fand dazu ein weiteres Gespräch
statt. Das spezielle Darlehen - eine Nothilfe, mit der insolvente Unternehmen ihren Geschäftsbetrieb aufrechterhalten können - soll zur Hälfte vom Bund und zur anderen Hälfte von den beiden Bundesländern Bayern und Sachsen getragen werden. Die Bundesregierung zögerte aber zuletzt noch.

Eine Insolvenz sei immer als probates Mittel für einen Neuanfang dargestellt worden, sagte der Quelle-Sprecher. Und nun werde auf dem Rücken der Beschäftigten Wahlkampf betrieben, statt dass Hilfe komme, kritisierte er. Quelle braucht das Darlehen, um den Druck und die Auslieferung des neuen Winterkatalogs zu bezahlen.

 
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