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London (dpa) - Der Softwarekonzern Microsoft will einem Pressebericht zufolge seine Online-Werbeagentur Razorfish verkaufen. Das US-Unternehmen habe die Investmentbank Morgan Stanley mit der Suche nach einem Käufer beauftragt. Dies berichtete die «Financial Times» (Montag). Als potenzieller Interessent gilt der französische Marketingkonzern Publicis. Dessen Chef Maurice Lévy sagte dem Blatt, dass er im Onlineanzeigensegment Zukäufe plane. Im Zuge der sechs Milliarden Dollar schweren Übernahme der US- Online-Werbefirma aQuantive hatte Microsoft 2007 auch Razorfish bekommen. Nach Schätzungen
eines Analysten dürfte die Agentur zwischen 600 und 700 Millionen Dollar wert sein. Die mehr als 2000 Mitarbeiter erwirtschafteten im vergangenen Jahr rund 400 Millionen Dollar Umsatz. Beobachter sehen zwischen Razorfish und Microsoft Advertising einen Interessenkonflikt. Die Konzerntochter verkauft Technologie an Razorfish-Wettbewerber. Microsoft wollte der Zeitung gegenüber keine Stellungnahme abgeben.
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