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Osnabrück/Frankfurt/Main (ddp-nrd) Das Insolvenzverfahren für den
Osnabrücker Autobauer Karmann ist eröffnet worden Ziel sei eine
Fortführung des Geschäftsbetriebs und der Erhalt möglichst vieler
Arbeitsplätze, erklärte der Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Ottmar
Hermann, am Montag in Frankfurt am Main.
«Trotz des schwierigen Marktumfelds im gesamten Automobilsektor
sehen wir Chancen für die Restrukturierung des Unternehmens Aber wir
haben noch einen schwierigen Weg vor uns», sagte Hermann Man arbeite
bereits an einem Fortführungskonzept, um einen Investor zu finden.
Das operative Geschäft müsse in den kommenden Wochen und Monaten
stabilisiert werden, um neue Aufträge zu erhalten.
Am vergangenen Montag war bei Karmann mit einem Mercedes-Benz CLK
200 das letzte Fahrzeug vom Band gefahren Seit 1949 wurden bei dem
Traditionsunternehmen nach Unternehmensangaben mehr als 3,3 Millionen
Fahrzeuge gefertigt Gebaut wurden vor allem Cabrios für
Mercedes-Benz, Volkswagen, Audi und Ford. Am 8. April hatte die
Geschäftsführung beim Osnabrücker Amtsgericht die Eröffnung eines
Insolvenzverfahrens beantragt und den Schritt mit drohender
Zahlungsunfähigkeit angesichts bevorstehender finanzieller
Verpflichtungen begründet.
Karmann-Betriebsrat und der Insolvenzverwalter haben sich bereits
auf einen «Rahmeninteressenausgleich» und einen Sozialplan für die
1979 Beschäftigten des Traditionsbetriebs geeinigt Danach sollen
statt der angekündigten 513 Entlassungen lediglich 300 Arbeitsplätze
wegfallen Sparten wie der Werkzeugbau sollen nicht wie ursprünglich
geplant geschlossen, sondern nur personell ausgedünnt werden.
(ddp)
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