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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Vorstandschef des Geldhauses Commerzbank AG (ISIN DE0008032004/ WKN 803200), Martin Blessing, hat die Ergebniserwartungen für das zweite Quartal gedämpft.
In einem Interview mit dem "Handelsblatt" bezeichnete der Konzernchef die operative Entwicklung der Bereiche als sehr unterschiedlich. Während man im Mai eine Marktberuhigung gesehen habe, sei es im Juni dann wieder zu Rückschlägen gekommen. Insgesamt hält der Chef der im DAX30 notierten Großbank die Krise noch nicht für überstanden: "Ich bin hier zurückhaltend. Wegen der Entspannung an den Märkten jetzt schon das Ende der Krise auszurufen ist
verfrüht. Der Einbruch bei den Auftragseingängen der Industrie scheint zwar gestoppt. Doch die Frage ist: Bleibt die Nachfrage jetzt auf diesem deutlich geringeren Niveau, oder zieht sie wieder an? Und wenn ja, wann? Je länger wir in dieser Talsohle sind, desto wahrscheinlicher werden Kapazitätsanpassungen. Wir müssen außerdem ganz klar davon ausgehen, dass die Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten steigt."
In Zusammenhang mit dem Kreditgeschäft sieht Blessing einen weiteren Anstieg der Ausfälle. Grund zur Panik bestehe allerdings nicht, da derzeit im Mittelstand noch keine Insolvenzwelle auf breiter Front zu erwarten sei. In diesem Zusammenhang erklärte Blessing, dass man mit der Risikovorsorge in Höhe von 3,6 Mrd. Euro für das laufende Jahr auskommen werde.
Gerüchte, wonach die Commerzbank (Xetra: 803200 - Nachrichten) nach der Bundestagswahl erneut um Staatshilfen bitten werde, wies der Manager mit dem Hinweis zurück, man sei komfortabel kapitalisiert. Außerdem werde die Bank planmäßig ab 2012 mit der Rückzahlung der staatlichen Finanzhilfen in Höhe von mehr als 18 Mrd. Euro beginnen.
Die Aktie der Commerzbank notiert aktuell mit einem Plus von 0,22 Prozent bei 4,46 Euro. (29.06.2009/ac/n/d)
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