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Der Münchner Autokonzern gründete mit dem Wiesbadener Karbonspezialisten SGL Group ein Gemeinschaftsunternehmen, mit dessen Hilfe der Einsatz von Karbon im Automobilbau vorangetrieben werden soll. Das Joint Venture soll den leichten Werkstoff produzieren und für den Autobau weiterverarbeiten. Die Kooperation gilt als wichtiger Meilenstein für die Entwicklung von umweltfreundlichen Stadtfahrzeugen. BMW (Xetra: 519000 - Nachrichten) hatte angekündigt, ab 2015 unter dem Projektnamen I eine Serie von elektrobetriebenen, zwei- oder
vierrädrigen Fahrzeugen auf den Markt zu bringen. Diese sollen als eine Untermarke von BMW laufen, vergleichbar mit der BMW M GmbH für leistungsstarke Sportwagen. Durch den Einsatz von Karbon "in einem bisher nicht da gewesenen Ausmaß", verspricht sich der Hersteller einen energieeffizienteren Betrieb der geplanten Zukunftautos, so ein Sprecher des Unternehmens. Weitere Kooperationen im Zusammenhang mit dem Projekt I schloss dessen Leiter Ulrich Kranz nicht aus. Derzeit arbeiten etwa 100 Mitarbeiter bei BMW an der Entwicklung der alternativen Submarke. Das Projekt ist von keinem der Sparmaßnahmen des Unternehmens betroffen. Jedes Jahr investiert der Münchner Autobauer knapp 3 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung. Für das Joint Venture sind zwei Werke in Nordamerika und Deutschland geplant, mit zunächst 180 neuen Arbeitsplätzen, wie die beiden Konzerne am Donnerstag in Wiesbaden und München mitteilten. Die Investitionen liegen zunächst bei 90 Mio. Euro. Die SGL Group hält an dem Gemeinschaftsunternehmen 51 Prozent, BMW die übrigen 49 Prozent. Die Geschäftsführung und die Gesellschafterversammlung werden zu gleichen Teilen besetzt. BMW soll vor allem für die Fremdfinanzierung des Gemeinschaftsunternehmens auf den Kapitalmärkten sorgen. Der Münchner Autobauer ist zunächst einziger Kunde. Die Kartellbehörden müssen dem Zusammenschluss noch zustimmen. Bei beiden Unternehmen agiert Susanne Klatten als Aktionärin. BMW startete das Projekt I 2007. Als Versuchsmodell im Rahmen des Projekts dient eine Flotte von Mini-Modellen mit Elektroantrieb.
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