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Frankfurt/Main (ddp). Die Telekom-Tochter T-Mobile ist einer
Forderung der EU-Kommission teilweise nachgekommen und hat die
Roaming-Gebühren für Handy-Verbindungen im Ausland reduziert. Ab 30.
August würden Telefongespräche günstiger, teilte das Bonner
Unternehmen am Montag mit. Gespräche im Roaming-Standardtarif
Weltweit kosteten in den meisten europäischen Ländern statt bislang
0,28 Euro pro Minute dann noch 26 Cent pro Minute. Der Tarif für
ausgehende Gespräche werde auf 0,54 Euro von 0,58 Euro gesenkt.
Am Montag war die EU-Roamingverordnung genau seit einem Jahr in
Kraft. Mit
dieser wurden der Mobilfunkbranche Maximalpreise
gesetzlich vorgegeben. Ab dem 30. August sieht die Verordnung weitere
Preisreduzierungen vor.
Am Montag lief zudem eine Frist der EU-Kommission ab, innerhalb
derer die Telefonkonzerne die Behörde über die Tarifentwicklung für
SMS und Datendienste im Ausland informieren mussten. EU-Kommissarin
Viviane Reding sagte diesbezüglich der «Westdeutschen Allgemeinen
Zeitung» (Montagausgabe): "Verbraucher zahlen beim Roaming im
Durchschnitt 28 Cent pro SMS. Die 28 Cent sind weit entfernt von den
zehn bis zwölf Cent, die das eigentlich kosten dürfte.» Für den Fall,
dass die Anbieter die Preise nicht selbst ausreichend reduzierten,
drohte Reding den Unternehmen mit einer SMS-Roaming-Verordnung
bereits in diesem Jahr.
Die EU-Kommission prüft nach eigenen Angaben derzeit, ob den
Mobilfunkbetreibern auch Preisvorgaben für SMS und Datenroaming
diktiert werden sollen. Eine Konsultation dazu läuft am Mittwoch aus.
Es gebe zwar Bewegung bei den SMS-Roamingkosten, die Preise für
Datenroaming seien nach ihrer Auffassung hingegen so hoch und für den
Kunden so intransparent, dass kaum jemand diese Möglichkeit nutze,
sagte Reding.
ddp.djn/nas/mwo
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