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Walzwerk Finow beantragt Insolvenz
Dienstag 30. Juni 2009, 15:42 Uhr

 

Eberswalde (ddp-lbg) Die Geschäftsführung der Walzwerk Finow GmbH in Eberswalde hat Insolvenz beantragt. Ein vorläufiger Verwalter sei bestellt worden, sagte am Dienstag eine Sprecherin des Amtsgerichts Frankfurt (Oder). Von der Insolvenz sind nach Gewerkschaftsangaben 220 Menschen betroffen. «Ich hoffe, dass für sie im Zuge des Insolvenzverfahrens eine tragfähige Lösung gefunden werden kann», sagte Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD).

Ursachen für die drohende Zahlungsunfähigkeit sind der Preisverfall für Stahl und eine stark gesunkene Nachfrage Gegenüber dem Vorjahr sei der Umsatz des von der Bau- und Automobilbranche
abhängigen Walzwerks um 40 Prozent gesunken, sagte Geschäftsführer Patrick von Hertzberg der «Märkischen Allgemeinen» (Dienstagausgabe). Zudem sei das Werk gerade für zwölf Millionen Euro modernisiert worden.

Trotz der Pleite sehe er «gute Chancen", die bestehenden Arbeitsplätze zu sichern, sagte Hertzberg In diesem Monat müssten die Beschäftigten aber einige Wochen auf die Zahlung ihrer Löhne und Gehälter warten, bis die Arbeitsagentur mit dem Insolvenzausfallgeld einspringe.

(ddp)

 

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