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Eberswalde (ddp-lbg) Die Geschäftsführung der Walzwerk Finow GmbH
in Eberswalde hat Insolvenz beantragt. Ein vorläufiger Verwalter sei
bestellt worden, sagte am Dienstag eine Sprecherin des Amtsgerichts
Frankfurt (Oder). Von der Insolvenz sind nach Gewerkschaftsangaben
220 Menschen betroffen. «Ich hoffe, dass für sie im Zuge des
Insolvenzverfahrens eine tragfähige Lösung gefunden werden kann»,
sagte Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD).
Ursachen für die drohende Zahlungsunfähigkeit sind der
Preisverfall für Stahl und eine stark gesunkene Nachfrage Gegenüber
dem Vorjahr sei der Umsatz des von der Bau- und Automobilbranche
abhängigen Walzwerks um 40 Prozent gesunken, sagte Geschäftsführer
Patrick von Hertzberg der «Märkischen Allgemeinen» (Dienstagausgabe).
Zudem sei das Werk gerade für zwölf Millionen Euro modernisiert
worden.
Trotz der Pleite sehe er «gute Chancen", die bestehenden
Arbeitsplätze zu sichern, sagte Hertzberg In diesem Monat müssten
die Beschäftigten aber einige Wochen auf die Zahlung ihrer Löhne und
Gehälter warten, bis die Arbeitsagentur mit dem Insolvenzausfallgeld
einspringe.
(ddp)
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