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FRANKFURT (dpa) - Zu stürmischen Zeiten an den Aktienmärkten und inmitten der Finanzkrise hat der Online-Broker flatex den Schritt an den Aktienmarkt gewagt. Die Aktie startete mit 4,40 Euro in den ersten Handelstag und damit knapp 13 Prozent über dem Ausgabepreis von 3,90 Euro. Das Unternehmen hatte 800.000 Aktien ausschließlich an eigene Kunden ausgegeben und mit seiner Erstemission rund 3,1 Millionen Euro eingenommen. Der Erlös fließt dem Unternehmen komplett zu. Es war bisher der erste deutsche Börsengang im Frankfurter Entry Standard in diesem Jahr.
Wachsen will flatex vor allem im Kerngeschäft Onlinebrokerage. Mittelfristig
soll ein Marktanteil im "deutlich zweistelligen Prozentbereich" erreicht werden. "Wir planen in den nächsten Monaten Investitionen in unsere technischen Plattformen wie Mobile Trading und gehen weiter davon aus, im zweiten Halbjahr unsere Aktivitäten nach Österreich auszudehnen", sagte Müller. "Des weiteren stärken wir unsere liquiden Mittel, um eventuell auch anorganisches Wachstum generieren zu können."Börsianer reagierten indes wenig euphorisch auf den Börsengang: "Dieser Börsengang ist ein Witz", sagte ein Aktienhändler. "Das ist eine reine PR-Geschichte und hat mit einem echten Börsengang nicht viel zu tun. Das Unternehmen ist lediglich auf Schlagzeilen wie 'Der erste Börsengang des Jahres' aus." Eine Signalwirkung für den weiteren IPO-Markt gebe es nicht. "Der Freefloat ist extrem gering, die Marktkapitalisierung ist extrem gering - dieser Börsengang ist total unbedeutend". Ein zweiter Aktienhändler sagte: "Es war klar, dass der Kurs steigen und der Börsengang gemessen am unmittelbaren Kursanstieg ein Erfolg wird." Mit der Ausgabe von 800.000 Aktien an die eigenen Kunden sei eine "künstliche Angebotsknappheit" geschaffen worden, die nun die Nachfrage bei institutionellen Anlegern steigere./sf/gl
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