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Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen können zur Tagesmitte hin deutlich zulegen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt 0,98 Prozent und steht bei 2.625,79 Punkten. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 klettert daneben um 1,40 Prozent auf 2.287,71 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 liegt mit 1,24 Prozent vorne bei 584,61 Indexpunkten. Die europäischen Länderbörsen präsentieren sich ebenfalls sehr fest.
Die nötige Unterstützung liefern die US-Futures. Zur Stunde verfestigen sich der Dow Jones Future um 0,68 Prozent, der NASDAQ (NASDAQ: Nachrichten)
100 Future um 0,71 Prozent und der S&P 500 Future um 0,96 Prozent. In Kürze werden in den USA die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erwartet. Unternehmensseitig dürften insbesondere die Ergebnisse von CIGNA (NYSE: CI - Nachrichten) , Colgate-Palmolive, Dow Chemical (NYSE: DOW - Nachrichten) , Eastman Kodak (NYSE: EK - Nachrichten) , ExxonMobil, Kellogg (NYSE: K - Nachrichten) , MasterCard (NYSE: MA - Nachrichten) , Motorola (NYSE: MOT - Nachrichten) und OfficeMax (NYSE: OMX - Nachrichten) auf Interesse stoßen.
Im britischen FTSE 100 stechen Papiere der BT Group (London: BT-A.L - Nachrichten) mit einem Plus von knapp 11 Prozent ins Auge. Wie die größte Telefongesellschaft in Großbritannien mitteilte, ist ihr Gewinn im ersten Quartal um 43 Prozent eingebrochen, was u.a. mit Kosten zum Umbau der Global Services-Sparte zusammenhängt. Die Erwartungen wurden jedoch übertroffen. Der weltweit zweitgrößte Tabakkonzern British American Tobacco konnte seinen Gewinn im ersten Halbjahr unerwartet deutlich um 16 Prozent steigern. Die Anleger honorieren das Zahlenwerk mit einem Plus von 2 Prozent. Royal Dutch Shell (Amsterdam: RDSA.AS - Nachrichten) legen daneben leicht zu. Wie der größte Ölkonzern in Europa bekannt gab, ist sein Gewinn im zweiten Quartal um 67 Prozent gesunken, was mit rückläufigen Ölpreisen und schwächeren Margen zusammenhängt. Der Umsatz erreichte 63,88 Mrd. Dollar, nach 131,42 Mrd. Dollar im Vorjahr.
Alcatel (Paris: FR0000130007 - Nachrichten) -Lucent gewinnen im CAC40 (Paris: Nachrichten) knapp 7 Prozent. Wie der Netzwerkausrüster mitteilte, konnte er trotz der weltweiten Wirtschaftskrise im zweiten Quartal überraschend einen Gewinn vorweisen. Beim Nettoergebnis wurde ein Überschuss von 14 Mio. Euro verzeichnet, nach einem Nettoverlust von 1,10 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Einmaleffekte lag der Nettogewinn bei 56 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr erwartet Alcatel-Lucent beim um Einmaleffekte bereinigten operativen Ergebnis einen Break Even. Titel von France Télécom (Paris: FR0000133308 - Nachrichten) liegen mit knapp 3 Prozent vorne. Das EBITDA Europas drittgrößter Telefongesellschaft ist im ersten Halbjahr um 5 Prozent auf 8,82 Mrd. Euro gesunken, was auf geringere Ausgaben seitens der Geschäfts- und Privatkunden zurückzuführen ist. Auf vergleichbarer Basis lag das Minus bei 2,6 Prozent. Analysten waren im Vorfeld von einem EBITDA von 8,67 Mrd. Euro ausgegangen. Der Umsatz verringerte sich um 3,2 Prozent auf 25,46 Mrd. Euro. Für 2009 hält der Konzern an seinen Zielen fest. Weniger rund läuft es für Anteilsscheine des Automobilherstellers Renault (-2,7 Prozent). Das Unternehmen hat im ersten Halbjahr einen Verlust erwirtschaftet, was mit einem Einbruch in der weltweiten Automobilindustrie zusammenhängt. Der Nettoverlust belief sich demnach auf 2,71 Mrd. Euro, gegenüber einem Nettogewinn von 1,58 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz ging um 23,7 Prozent auf 15,99 Mrd. Euro zurück. Analysten waren im Vorfeld von einem Verlust von 2,39 Mrd. Euro und Erlösen von 15,9 Mrd. Euro ausgegangen. Für das Gesamtjahr bestätigte der Konzern seine zu Jahresbeginn publizierten Ziele. Für Sanofi-Aventis (Paris: FR0000120578 - Nachrichten) geht es um ein knappes Prozent nach unten. Der Pharmakonzern hat die noch verbleibenden Anteile an dem auf Tiergesundheit spezialisierten Gemeinschaftsunternehmen Merial vom Joint Venture-Partner Merck & Co. übernommen. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, bezahlt Sanofi-Aventis für die 50-prozentige Merial-Beteiligung insgesamt 4 Mrd. Dollar.
Der Gewinn der spanischen Telefongesellschaft Telefonica ist im zweiten Quartal um 6 Prozent auf 1,93 Mrd. Euro gesunken, was auf eine schwächere Geschäftsentwicklung in Spanien und Großbritannien zurückzuführen ist. Der Umsatz verringerte sich um 2,6 Prozent auf 13,89 Mrd. Euro. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,88 Mrd. Euro und Erlösen von 13,96 Mrd. Euro ausgegangen. Die Aktie legt im IBEX 35 (Madrid: Nachrichten) gut 1 Prozent zu.
Der schweizerische Spezialchemiekonzern Clariant musste im zweiten Quartal einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang ausweisen. Unter dem Strich wies Clariant (Virt-X: CLN.VX - Nachrichten) einen Verlust von 61 Mio. Schweizer Franken (CHF) aus, nach einem Nettogewinn von 51 Mio. CHF im Vorjahreszeitraum. Angesichts der eingeleiteten Kosteneinsparungen und Restrukturierungen strebt man für das Gesamtjahr ein positives operatives Ergebnis vor Einmaleffekten an. Clariant gewinnen im SLI (SLIXQ.PK - Nachrichten) 3 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.625,79 (+0,98 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.287,71 (+1,40 Prozent) EURONEXT 100: 584,61 (+1,24 Prozent) FTSE 100 (London): 4.605,33 (+1,27 Prozent) CAC40 (Paris): 3.401,28 (+1,06 Prozent) MIB (Mailand): 20.492,54 (+1,04 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.759,60 (+0,92 Prozent) SMI (Zürich): 5.873,59 (+1,92 Prozent) ATX (Wien: Nachrichten) (Wien): 2.218,77 (+0,53 Prozent) (30.07.2009/ac/n/m)
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