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Deutsche Bank und Allianz sind "systemrelevant"
Montag 30. November 2009, 10:52 Uhr

 

Das Prädikat "systemrelevant" ist im Zuge der Finanzkrise enorm wichtig geworden. Etwas vereinfacht kann man sagen: Die Finanzinstitute, die systemrelevant sind, werden vom Staat gerettet und die anderen kann man untergehen lassen. Nun hat das Aufsichtsgremium Financial Stability Board die Liste mit den systemrelevanten Häusern veröffentlicht.

HB LONDON. Die Deutsche Bank und die Allianz gehören nach einem Zeitungsbericht zu den 30 systemrelevanten Finanzinstitutionen, die künftig unter weltumspannende Aufsicht gestellt werden sollen. Die "Financial Times" veröffentlichte am Montag eine Liste mit 24 Banken und sechs Versicherern, die das im Sommer neu geschaffene Financial Stability Board (FSB) zusammengestellt habe.

Das Gremium aus Regulierern und Notenbankern soll helfen, dass sich Finanzkrisen künftig nicht mehr so leicht auf die Branche ausbreiten wie dies in den vergangenen zwei Jahren geschehen war.

Aus der Schweiz stehen je zwei Banken und Versicherer auf
der Liste: UBS (Virt-X: UBSN.VX - Nachrichten) und Credit Suisse sowie Zurich und Swiss Re (Virt-X: RUKN.VX - Nachrichten) . Die Münchener Rück (Munich Re) als weltgrößter Rückversicherer fehlt unter den 30 genannten Finanzkonzernen.

Dem Bericht zufolge sollen die Banken und Versicherer unter anderem sogenannte "living wills" (Testamente) ausarbeiten, die festlegen, wie sie im Falle einer Krise wenn nötig abgewickelt werden könnten. Hier müssen die Institute beschreiben, wie sie im Ernstfall zerlegt werden könnten. Die Pläne müssen in sechs bis neun Monaten vorliegen. Viele Banker halten dieses Verfahren allerdings für unrealistisch. Schließlich könnten Institute nicht vorausberechnen, wie eine neue Krise aussehen könnte und welche Auswirkungen diese auf sie hätte.

Die vollständige Liste:

Nordamerikanische Banken: Goldman Sachs (NYSE: GS - Nachrichten) , JP Morgan Chase, Morgan Stanley (NYSE: MS - Nachrichten) , Bank of America (NYSE: IKJ - Nachrichten) -Merrill Lynch (NYSE: MER - Nachrichten) , Royal Bank of Canada.

Britische Banken: HSBC (London: HSBA.L - Nachrichten) , Barclays (London: BARC.L - Nachrichten) , Royal Bank of Scotland (London: RBS.L - Nachrichten) , Standard Chartered (London: STAN.L - Nachrichten) .

Europäische Banken: UBS, Credit Suisse, Societe Generale (GLE.NX - Nachrichten) , BNP Paribas (BNP.NX - Nachrichten) , Santander (Madrid: SAN.MC - Nachrichten) , BBVA (Madrid: BBVA.MC - Nachrichten) , Unicredit (Mailand: UCG.MI - Nachrichten) , Banca Intesa, Deutsche Bank (Xetra: 514000 - Nachrichten) , ING.

Japanische Banken: Mizuho, Sumitomo Mitsui, Nomura, Mitsubishi UFJ.

Versicherer: AXA (Paris: FR0000120628 - Nachrichten) , Aegon (AGN.NX - Nachrichten) , Allianz, Aviva (London: AV.L - Nachrichten) , Zurich und Swiss Re.

 
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