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Sperrfrist: 17.00 Uhr BERLIN (Dow Jones)--In Deutschland werden offenbar viele Unternehmensgewinne nicht steuerlich erfasst. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in seinem am Mittwoch veröffentlichten Wochenbericht, der die Steuereinnahmen mit den Unternehmensgewinnen in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) vergleicht. Für das Jahr 2001 tue sich dabei insgesamt eine Lücke von rund 100 Mrd EUR auf. "Möglicherweise setzen die hohen tariflichen Steuersätze in Deutschland Anreize dafür, dass Steuergestaltungsmöglichkeiten genutzt werden", unterstrich das Berliner Institut. Nach
wie vor hohe tarifliche Steuersätze machten das deutsche Steuersystem anfällig für Gestaltungsstrategien, mit denen die Unternehmen ihre steuerpflichtigen Gewinne herunter rechneten oder ins Ausland verlagerten. Deshalb liege die derzeit geplante Unternehmensteuerreform der großen Koalition "voll im Trend", mit der die Steuersätze gesenkt und die Bemessungsgrundlage verbreitert werden solle. "Die Lücke zwischen den ökonomischen und den steuerlich erfassten Gewinnen bietet das Potenzial dafür", urteilten die Berliner Wirtschaftsforscher. -Von Andreas Kißler, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4118,
andreas.kissler@dowjones.com
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