Nullkupon-Anleihe
Anleihe ohne Zinskupons und damit ohne laufende Zinszahlungen.
Synonym: Zerobond. Die Verzinsung von Nullkupon-Anleihen errechnet sich aus der Differenz zwischen Kaufkurs und Nennwert. Nullkupon-Anleihen können als Abzinsungspapiere ausgegeben werden – d. h. die Anleihen werden unter dem Nennwert emittiert und zum Nennwert zurückgezahlt – oder als Aufzinsungspapiere, die zum Nennwert ausgegeben und zum Nennwert zuzüglich aufgelaufener Zinsen zurückgezahlt werden. In der Regel werden Abzinsungspapiere ausgegeben. Anleger nutzen die Nullkupon-Anleihe auch als Instrument ihrer Steuerplanung, wenn die Zinszahlung erst am Ende der Laufzeit steuerlich relevant ist, falls bestimmte steuerrechtliche Voraussetzungen bezüglich der Höhe des Ausgabepreises erfüllt werden. Für den Emittenten ist der Vorteil, dass er keine jährlichen Zinszahlungen vornehmen muss. Nullkupon-Anleihen bergen das Risiko, dass bei Insolvenz des Emittenten der Anleger neben dem Kapitaleinsatz auch den Zinsertrag verliert, da er bis zur Insolvenz keine Zahlungen aus der Anleihe erhalten hat.
Verwandte Begriffe
Nennwert
Anleihe
Ausgabepreis
Laufzeit (Optionsscheine)
Kupon
Emittent
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Letztes Update: 2008-07-30
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