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Die Kapital-Lebensversicherung ist die mit
Abstand am meisten gefragte Lebensversicherung in Deutschland. Sie bietet finanziellen
Schutz für die Familie und im Alter. Stirbt der Versicherte vor Vertragsablauf, erhalten
die Hinterbliebenen die volle Versicherungssumme zuzüglich angefallener
Überschußanteile. Im Erlebensfall, d.h. bei Erreichen des vertraglich festgelegten
Endalters, wird die Versicherungssumme zuzüglich der Überschußbeteiligung (durch
Kapitalbildung angesammelte Zinsen) an den Versicherungsnehmer ausgezahlt. Bei der üblichen kapitalbildenden Lebensversicherung ist die
Versicherungssumme für den Todesfall und den Erlebensfall (Ablaufdatum) gleich hoch. Die
garantierte Versicherungssumme erhöht sich durch die Überschußbeteiligung.
Wie hoch bei Erreichen des vertraglich festgelegten
Endalters die Ablaufleistung, d. h. der Auszahlungsbetrag, der sich aus garantierter
Versicherungssumme und Überschußbeteiligung zusammensetzt, nach z. B. 30 Jahren
tatsächlich sein wird, kann niemand genau vorhersagen.
Die Lebensversicherungsunternehmen behelfen sich mit
Beispielrechnungen, die unterstellen, daß bestimmte Verhältnisse – wie bisher
erzielte Ergebnisse – für die gesamte Vertragslaufzeit bestehen. Diese
Beispielrechnungen sind nicht verbindlich, geben aber einen Anhaltspunkt. Generell kann
man damit rechnen, daß die Ablaufleistung nach einem regulären Vertragsablauf nach 25
bis 30 Jahren doppelt so hoch ist wie die garantierte Versicherungssumme.
Individueller Versicherungsschutz
Statt gleich hoher Versicherungssummen für den Todes- und Erlebensfall ist es aber auch
möglich den Versicherungsschutz individuell – entsprechend Ihrem Sicherungsbedarf
– maßzuschneidern. Bei einer jungen Familie dürfte z.B. das Todesfallrisiko - die
Absicherung der Hinterbliebenen bei Tod des Versicherten – zunächst höhere
Priorität haben als die Versorgung im Erlebensfall. Hier bietet sich an, eine
kapitalbildende Lebensversicherung abzuschließen, bei der die im Todesfall ausgezahlte
Versicherungssumme beispielsweise das Doppelte der im Erlebensfall gezahlten Summe
beträgt.
Lebensversicherung ist nicht fürs Leben
Bei Abschluß einer Lebensversicherung sollten Sie bedenken, daß Ihr Einkommen und Ihr
Lebensstandard mit der Zeit wachsen. Damit ergeben sich wachsende Ansprüche an die
spätere Versorgung und damit an die Höhe der Versicherungssumme. Bei einer dynamischen
Lebensversicherung erhöhen sich Versicherungssummen und Beiträge in regelmäßigen
Abständen. Maßstab für die Erhöhung ist meistens die Steigerung des Höchstbeitrags in
der gesetzlichen Rentenversicherung. Einige Lebensversicherungsunternehmen bieten auch
feste Prozentsätze der Dynamisierung an.
Auch die zahlenmäßig anwachsende Familie oder der
berufliche Aufstieg sollte zum Anlaß genommen werden, den Versicherungsschutz zu
überprüfen und eventuell die Versicherungssummen zu erhöhen.
In eine Lebensversicherung können zahlreiche Zusatzversicherungen
eingeschlossen werden, wichtig können hier folgende sein:
In der Regel ist es ab einem Versicherungsbetrag von 250.000 DM notwendig, Angaben zur Gesundheit zu machen.
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