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EURO-Lexikon


Euro-ABC: Kleines Lexikon zur Währungsunion

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Euro
Name der einheitlichen Währung in den Ländern, die an der EWU teilnehmen. Der Euro ist in 100 Cent unterteilt.

Euro-Gruppe
Informelle Treffen der Finanzminister der zwölf an der Währungsunion teilnehmenden Mitgliedstaaten der EU ohne Beschlussfähigkeit.

Euroland
Als Euroland wird inoffiziell das Gebiet der an der Währungsunion teilnehmenden Mitgliedstaaten der EU bezeichnet. Der Begriff Euroland setzt sich im Sprachgebrauch durch.

Europäische Zentralbank (EZB) und Europäisches System der Zentralbanken (ESZB)
Die EZB hat im Juni 1998 ihre Arbeit aufgenommen. Sie hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Die EZB bildet zusammen mit den Notenbanken aller 15 EU-Staaten das Europäische System der Zentralbanken (ESZB). Die EZB und die Notenbanken der 12 EU-Staaten, die den Euro eingeführt haben, bezeichnen sich als "Euro-System". Das ESZB, genauer gesagt das Euro-System, ist allein zuständig für die Geldpolitik der an der Währungsunion teilnehmenden Länder. Das sechsköpfige Direktorium der EZB und die Präsidenten der zwölf nationalen Zentralbanken der Euro-Länder bilden den EZB-Rat, das Beschlussgremium für die Geldpolitik. Präsident und Vizepräsident der EZB und die Präsidenten der Zentralbanken aller 15 EU-Staaten bilden den Erweiterten EZB-Rat.
Aufgaben und Struktur der EZB und des ESZB sind im Maastrichter Vertrag und einem diesem Vertrag beigefügten Protokoll geregelt.

Europäisches Währungssystem (EWS)
Seit 1979 bestehendes und Ende 1998 aufgelöstes Wechselkurssystem zwischen Währungen der EU-Mitgliedstaaten. Für die am EWS teilnehmenden Währungen wurden Leitkurse vereinbart, die bei Bedarf geändert werden konnten. Die Tageskurse der Währungen untereinander konnten innerhalb festgelegter Bandbreiten schwanken. Bei Ausschöpfung dieser Bandbreiten waren Interventionen der Zentralbanken zur Stützung der Kurse vorschrieben. Als Bezugsgröße für die festen Wechselkurse und als Recheneinheit in der EU wurde die ECU geschaffen, eine Korbwährung aus Anteilen der Währungen von Staaten, die vor 1995 der EU angehörten. Die ECU wurde am 1.1.1999 abgeschafft und im Verhältnis 1 : 1 in den Euro überführt. Für das Verhältnis des Euro zu Währungen von EU-Staaten, die nicht an der EWU teilnehmen, wurde ein neuer Wechselkursmechanismus geschaffen (auch EWS II genannt).

 

 

 


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