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Fragen &
Antworten
Wie werden die
Verbraucher geschützt?
| Die wichtigste Verbrauchernachricht zuerst:
Die Kaufkraft hat sich durch die Einführung des Euro nicht geändert.
Alles was in Geld ausgedrückt wird, zum Beispiel Löhne, Renten,
Sparguthaben, Schulden, Mieten und Preise, wurde nach dem festgelegten Kurs
in die neue Währung umgerechnet. Bei der Umrechnung kamen in der Praxis
oft "krumme Beträge", z.B. 199,97 Euro oder 200,03 Euro heraus. Das
führte dazu, dass die Anbieter früher oder später auf- oder abrundeten.
Dabei befürchteten viele Verbraucher, dass die Währungsumstellung zu
verkappten Preiserhöhungen genutzt werden würde. Wird die Tauschaktion an der
Kasse zur Täuschaktion? Hier gaben Experten der Sparkassen Entwarnung:
"Wegen des scharfen Wettbewerbs im Einzelhandel ist damit zu rechnen, dass
öfter nach unten als nach oben korrigiert werden muss." Zudem hat sich der
Handel in einer Erklärung mit den Verbraucherverbänden zur
Preistransparenz verpflichtet. |
Preisgefühl: Bei der Umstellung
auf den Euro war es ist wie im Auslandsurlaub. Man brauchte einige Zeit, um
in der neuen Währung ein richtiges Preisgefühl zu entwickeln. Wie konnten sich Verbraucher an den Euro gewöhnen? Hilfreich war die dreijährige
Übergangszeit. Alle, die mit Geld zu tun haben, mussten den
Verbrauchern die Eingewöhnung erleichtern. So druckten die Banken die
Kontoauszüge parallel in D-Mark und Euro aus. Auch im Einzelhandel war eine doppelte Preisauszeichnung hilfreich. Sie war aber in
Deutschland nicht gesetzlich vorgeschrieben. Freiwillige Aktionen wurden jedoch zu einem Pluspunkt im Wettbewerb um Kunden. |
Fälschungssicherheit: Mancher
Betrüger hoffte vielleicht auf das Jahr 2002: Die Bürger sind mit der neuen
Währung noch nicht vertraut und werden deshalb auf Falschgeld leichter
hereinfallen. Die Umstellung auf das neue Geld wurde deshalb dazu genutzt,
den neuesten und höchsten Standard bei der Fälschungssicherheit zu wählen.
Diese Aufgabe wurde von der Europäischen Zentralbank (EZB) und den
nationalen Zentralbanken der Euro-Länder erfüllt. Die Währungsexperten
strebten ein Höchstmaß an Fälschungssicherheit an: "Die europäischen
Banknoten werden eine technische Ausstattung erhalten, die die am
weitesten entwickelten Sicherheitsmerkmale enthält, um Fälschungen zu
verhindernund die verschiedenen Benutzergruppen dabei zu unterstützen,
Falschgeld leicht zu erkennen." Zu den modernen
Sicherheitstechniken gehören Sicherheitsfaden, lichtreflektierende
Folien und Druckbesonderheiten. Darüber wurde die Öffentlichkeit bei der
Einführung genauestens unterrichtet, um Falschgeld schnell und
leicht erkennen zu können. |
Senioren-Schutz: Ältere Leute sind
nicht selten sehbehindert, in der Europäischen Union sind etwa 7
Millionen, vor allem ältere Menschen, nur eingeschränkt sehfähig. Eine
Grundvoraussetzung für ihre Selbständigkeit besteht in der Fähigkeit,
trotzdem leicht mit Geld umzugehen. Das war wichtig bei der Gestaltung der
Euro-Banknoten. Die deutliche Unterscheidung der Farben wird von
manchen gut Sehenden als zu grell empfunden, für Sehbehinderte ist sie ein
Stück Lebenshilfe. Auch andere Elemente, z.B. deutliche tastbare
Farbreliefs, werden beim Erkennen der Geldnoten helfen. Auch die
Münzen sind durch Gewicht, Umfang, Metallfarbe und Randgestaltung für
Sehbehinderte gut unterscheidbar. |
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