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Die verschiedenen Fondsgattungen

Zu den Standardfonds gehören Rentenfonds, Aktienfonds, Gemischte Fonds und Immobilienfonds. Neuere Fonds sind die sogenannten No-Load-Fonds, Dachfonds und Altersvorsorge-Sondervermögen (kurz AS-Fonds).

Rentenfonds investieren in festverzinsliche Wertpapiere, wie Staatsanleihen, Anleihen staatlicher und internationaler Organisationen, Industrieanleihen oder Genussscheine. Eine spezielle Rentenfondsart sind die Low-Coupons-Fonds, die nur in niedrigverzinste Anleihen investieren und über Kursgewinne Erträge erwirtschaften. Im Gegensatz dazu investieren High-Yield-Fonds oder Junk-Bond-Fonds in sehr hoch verzinste Anleihen.

Aktienfonds legen ihr Geld in deutsche, europäische oder weltweite Aktien an. Es gibt Fonds, die in bestimmte Regionen oder Länder investieren oder nur in Werte bestimmter Branchen (bspw. Energie- und Technologiefonds) erfassen. Als besondere Aktienfondsarten gelten die sogenannten Emerging-Market-Fonds und Small-Cap-Fonds. EM-Fonds investieren in die aufstrebenden Märkte Asiens, Lateinamerikas oder Osteuropas, während Small-Cap-Fonds - je nach regionalem Schwerpunkt - in nationale oder internationale kleine und mittlere Unternehmen investieren.

Gemischte Fonds legen ihr Geld außer in Aktien auch in festverzinsliche Wertpapiere an. Je nach dem, wo diese Fonds ihren Schwerpunkt setzen, gibt es Wachstumsfonds mit dem Anlageschwerpunkt auf Aktien oder Renditefonds mit dem Anlageschwerpunkt auf Renten. Zu den gemischten Fonds zählen auch jene, die das Fondsvermögen in Futures und Optionen anlegen.

Offene Immobilienfonds investieren das Geld ihrer Anleger in Immobilien, Gewerbegrundstücke und Beteiligungen in- und ausländischer Grundstücksgesellschaften. Im Gegensatz zu den geschlossenen Immobilienfonds kann der Anleger seine Fondsanteile jederzeit kaufen und verkaufen.

Geldmarktfonds sind erst seit 1994 in Deutschland zugelassen. Das bei der Kapitalanlagegesellschaft eingelegte Geld wird in Geldmarktinstrumente und Bankguthaben angelegt. Geldmarktinstrumente sind verzinsliche Wertpapiere und Schuldscheindarlehen, deren restliche Laufzeit höchstens zwölf Monate beträgt.

Neuere Fondsprodukte sind Laufzeitfonds (Rentenfonds, die für zwei bis fünf Jahre aufgelegt werden), Garantiefonds, Future-Fonds (Fonds, die das Geld nur in Terminmarktgeschäfte investieren), No-Load-Fonds (Fonds, die keinen Ausgabeaufschlag haben), Indexfonds (Aktienfonds, die auf die führenden Börsenindizes setzen) und Dachfonds (Fonds, die gezielt in andere Fonds aller Art investieren).

Bei den AS-Fonds handelt es sich um das Altersvorsorge-Sondervermögen, welches der privaten Altersvorsorge dienen soll. Diese Fonds investieren in Aktien, Rentenpapiere und Immobilien.

 

 


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