Vor- und Nachteile des Devisenhandel
Der Handel mit Devisen weist für private Händler eine Reihe von Vorteilen auf. So ist es am Devisenmarkt problemlos möglich, sowohl von positiven als auch von negativen Markerwartungen gleichermaßen zu profitieren. Dagegen ist die Partizipation an fallenden Kursen am Aktienmarkt nur über Leerverkäufe möglich. Diese sind allerdings mit einigen Nachteilen verbunden und nicht mit jeder Aktie möglich.
Des Weiteren ist der Handel am Devisenmarkt vergleichsweise »günstig«. Die meisten Broker erheben keine zusätzlichen Gebühren, in der Regel bezahlt« man somit lediglich den Spread (Differenz zwischen Geld- und Briefkurs, mehr dazu später) als indirekte Gebühr. Aufgrund der hohen Liquidität am Devisenmarkt ist dieser aber verglichen mit dem Aktienmarkt sehr gering. Zusätzlich sind die Kapitalanforderungen aufgrund der niedrigen erforderlichen Sicherheitsleistung (auch hier erfolgt die Erklärung zu einem späteren Zeitpunkt) sehr gering. Dies ermöglicht dem erfahrenen Trader ein spekulativeres Handeln, auch wenn der daraus resultierende hohe Hebel Gefahren birgt. Ob und in welchem Umfang man als Trader diese Möglichkeit nutzt, hängt natürlich vom eigenen Risikomanagement ab.
Als Folge des 24h-Handels kommt es bei Devisen des Weiteren nur sehr selten zu Gaps. Als Gaps werden Kurslücken bezeichnet, also Wechselkurse, zu denen keine Transaktion zustande kam. Im Aktienhandel kommt es beispielsweise gerade nach Gewinnveröffentlichungen von Unternehmen nicht selten vor, dass eine Aktie am nächsten Handelstag signifikant höher oder tiefer eröffnet. Der durchgängige Handel erlaubt es zusätzlich auch berufstätigen Personen, nach ihren Arbeitszeiten aktiv am Devisenhandel teilzunehmen.
Der größte Nachteil des Devisenhandels ist wohl die geringe Auswahl an liquiden Währungen. So beschränken sich die Handelsmöglichkeiten auf einige wenige Devisen, während man im Aktienhandel Hunderte liquide Titel zur Auswahl hat.
Da man nicht selber am Interbankenmarkt teilnehmen kann, ist man auf einen Fx- Broker angewiesen. Im Gegensatz zu einem Broker am Aktienmarkt tritt dieser aber nicht nur als Intermediär auf, sondern als direkter Handelspartner. Somit besteht theoretisch eine Möglichkeit zum Missbrauch.
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