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Dollar und Euro

Der Euro


Der US-Dollar ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten von Amerika. Des Weiteren wird er in vielen Ländern als Referenz- oder als inoffizielle Zweitwährung genutzt. Umgangssprachlich und unter Tradern wird der US-Dollar häufig auch als »Buck« oder als »Greenback« bezeichnet. In Publikationen wird er häufig mit US US-ürzt, das offizielle Kürzel lautet »USD«. Ein US-Dollar untergliedert sich in 100 Cent (c).

Das Zentralbanksystem der USA ( »Federal Reserve System«, Fed) setzt sich aus zwölf regionalen Notenbanken zusammen, welche die geldpolitischen Maßnahmen umsetzen. Die Geldpolitik wird vor allem vom Offenmarktausschuss (»Federal Open Market Committee«, FOMC) bestimmt. Dieses Gremium führt unter anderem Offenmarktgeschäfte (regelmäßige Eingriffe in das Marktgeschehen) durch und legt den US-Leitzinssatz (»Federal Funds Rate«) fest. Des Weiteren kann der Offenmarktausschuss Interventionen beschließen. Aufgrund des großen Einflusses werden Sitzungen und Veröffentlichungen des FOMC daher von den Finanzmärkten stets sorgfältig beobachtet. Im Gegensatz zu vielen anderen Zentralbanken verfolgt die Fed auch wirtschaftspolitische Ziele, vor allem die Förderung des Wirtschaftswachstums.

Heute fungiert der US-Dollar daher im internationalen Devisenhandel häufig auch als Transaktionsmedium zwischen weniger liquiden Währungen. Hierbei wird eine exotische Devise erst in US-Dollars getauscht, die dann anschließend in die Zielwährung konvertiert werden.

Zu den häufig gehandelten Währungen gehören des Weiteren der Japanische Yen sowie das Britische Pfund. Der Schweizer Franken, die am fünfthäufigsten gehandelte Währung, ist lediglich noch an jeder 20sten Transaktion beteiligt. Neben der Aufteilung auf die einzelnen Währungen schlüsselt die Studie auch die Umsätze nach gehandelten Währungspaaren auf. Auch hier wird nochmals die dominante Rolle des US-Dollar deutlich - dieser ist bei circa 90% aller Transaktionen beteiligt.

Der Euro


Die europäische Einheitswährung »Euro« ist nach dem US-Dollar die am zweithäufigsten gehandelte Währung im Weltwährungssystem. Im internationalen Devisenhandel wird der Euro mit dem Kürzel »EUR« angegeben. Ein Euro ist in 100 Cent unterteilt.

Der Euro ist im Gegensatz zu den meisten anderen Währungen keine nationale Währung, sondern wird von einer unabhängigen Zentralbank (Europäische Zentralbank, EZB) kontrolliert und ist offizielles Zahlungsmittel in einer Gruppe von Ländern. Die EZB ist somit eine supranationale Notenbank. Sie bildet mit den nationalen Zentralbanken der Mitgliedsstaaten das »Europäische System der Zentralbanken« (ESZB). Das Primärziel der Europäischen Zentralbank ist die Preisstabilität. Angestrebt wird eine Inflationsrate (gemessen am Harmonisierten Index für Konsumentenpreise) von höchstens zwei Prozent. Solange dieses Ziel nicht beeinträchtigt wird, unterstützt die EZB die Wirtschaftspolitik der Mitgliedsstaaten. Das oberste Gremium der EZB ist der EZB-Rat, der die Richtlinien der Geldpolitik definiert sowie die Leitzinssätze festlegt.

Der Euro wurde im Jahr 1999 als Buchgeld, im Jahr 2002 als Bargeld eingeführt. Er ist Nachfolger einer Reihe von nationalen Währungen, unter anderem der Deutschen Mark (DEM), dem Französischen Franc (FRF) oder der Italienischen Lira (ITL). Auch wenn der Euro heute eine wichtige Rolle im Devisenhandel einnimmt, liegt sein Anteil unter dem damaligen kombinierten Anteil der einzelnen Vorläuferwährungen.

 
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